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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Münster, Archäologisches Museum der Universität, ID3508. Aufnahme durch Robert Dylka.

Katane
Inventarnummer: M 359

Münzstand: Stadt

Datierung: ca. 2./1. Jh. v. Chr.

Land: Italien
Münzstätte: Katane

Vorderseite: ΛΑΣΙΟ. Kopf des Dionysos n. r., efeubekränzt; i. F. links ein Monogramm.
Rückseite: KA[TA]ΝΑΙΩΝ. Die katanischen Brüder (Amphinomos und Anapias) stehen nebeneinander in Schrittstellung, einer geht n. l., der andere n. r.; jeder trägt ein Elternteil auf den Schultern.

Herstellung: geprägt

Münze, Bronze, 5,31 g, 21 mm, 12 h


Vorbesitzer:
Theobald Bieder (26.05.1876 - 24.04.1947)

Literatur: O. Hoover, Handbook of Coins of Sicily (including Lipara), HGC 2 (2012) S. 173 Nr. 626 (ca. spätes 2./1. Jh. v. Chr.); M. Puglisi, La Sicilia da Dionisio I a Sesto Pompeo. Circolazione e funzione della moneta (2009) 275 Nr. 150 (nach 187-170 oder 190-186 v. Chr.); CNS III S. 98 Nr. 10 (ab ca. 212 v. Chr.); BMC Sicily 52 Nr. 70.

Webportale:
https://greekcoinage.org/iris/id/catana.puglisi_2009.150

Die Bedeutung des Namens Lasios auf der Vorderseite ist umstritten. Roscher, ML II,2 (1894-97) Sp. 1903 s.v. Lasios, Nr. 3 (Drexler) geht von einem Beinamen des Dionysos aus; während nach RE XII,1 (1924) Sp. 887 s. v. Lasios (Kroll) eher ein Magistratsnamen vermutet wird. W. Leschhorn, Lexikon der Aufschriften auf griechischen Münzen II: Ethnika und "Beamtennamen" (2009) hat "Lasios" nicht als einen auf Münzen vorkommenden Magistratsnamen aufgenommen, ebenso wenig das "Lexikon of Greek Personal Names", das überhaupt nur zwei vorkaiserzeitliche Personen dieses Namens auflistet: eine Person in Tegea, 4. Jh. v. Chr. sowie eine zweite in Iasos, ca. 180-175 v. Chr.

Fotograf Vorderseite: Robert Dylka
Fotograf Rückseite: Robert Dylka

Münster, Archäologisches Museum der Universität
Accession Zugangsjahr 1956 Zugangsart Kauf

Zitierweise für dieses Objekt: Digitales Münzkabinett der Universität Münster, M 359

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